Jemen


Ernährung und Wasser:
keine Selbstverständlichkeit,
sondern Mangelware.

Über 2.2 Millionen Kinder benötigen dringend humanitäre Hilfe.

Jemen ist das ärmste arabische Land und auch am wenigsten entwickelt: es steht auf Platz 160 von 188 Ländern auf dem Index der menschlichen Entwicklung (HDI). Der bewaffnete Konflikt sich über das ganze Land verbreitet, insbesondere seit März 2015. Die Konsequenzen sind verheerend: circa 21 Millionen Menschen brauchen Humanitäre Hilfe. Das sind etwa 80% der jemenitischen Bevölkerung – vor allem die Zivilbevölkerung ist stark vom Krieg, der Gewalt und den Auswirkungen betroffen. Während die Lebenserwartung im Jemen auf 63 Jahre zurückging, stieg die Anzahl der Binnenflüchtlinge auf 3.2 Millionen. Zusätzlich erfährt das Land überwiegend aus Afrika eine hohe Flüchtlingszuwanderung. Dennoch fehlt es an Unterstützung und auch an einer globalen, medialen Aufmerksamkeit für die Situation im Jemen.

HERAUSFORDERUNGEN IM JEMEN


Unterernährung von Kindern.


Mangel an sauberem Wasser.


Vergessenes Krisengebiet.

UNSERE PROJEKTE IM JEMEN


Sauberes Wasser


Wasserzisternen

Viele Distrikte im Hajja Governorate haben weder fließendes Wasser, Strom, Kommunikationsmöglichkeiten noch können sie per Auto erreicht werden. Über die Jahre haben wir hunderte Regenwassersysteme mit ortsansässigen Organisationen wiederhergestellt. Zurzeit arbeiten wir mit Youth for Homeland, einer jemenitischen Organisation, an dem Wiederaufbau von zwölf Wasserzisternen in Hajja. Etwa 600 Familien werden von dem rehabilitierten Wassersystem profitieren. Nachhaltigkeit ist hier der Schlüssel zum Erfolg: wir stellen das Wasser nicht nur einmalig zur Verfügung, sondern die Zisternen werden über Jahre erhalten bleiben und nachhaltig die Bevölkerung mit Wasser versorgen. Durch Training und Ausbildung sind die Betroffenen in der Lage die Zisternen eigenständig Instand zu halten.Von Juni 2016 bis April 2017 arbeiten wir mit unserem integrierten Wasserresourcenmanagement-Projekt an nachhaltigen Wasserresourcen im Jemen. Dank einer Förderung des BMZs hat unser Projekt ein Volumen von 555.555 Euro.


Ernährungsnothilfe


Ernährungsprojekt für Mütter und Kinder 

Mangelernährung ist eine der Hauptbedrohungen für die jemenitischen Bevölkerung. Vor der Krise wurden circa 90% der notwendigen Lebensmittel importiert. Die Lebensmittelversorgung wurde durch eine endemische Armut unterbrochen. Durch die politische, wirtschaftliche und militärische Krise verstärkte sich die Mangelversorgung. Insbesondere Kinder und schwangere Frauen haben mit den Konsequenzen der beschränkten Verfügbarkeit und mangelhafter Aufnahme von Nahrungsmitteln sowie verunreinigtem Wasser, schlechter Hygiene und unzugänglicher Gesundheitsversorgung zu kämpfen. Vision Hope startete im April 2016 mit dem Gesundheits- und Ernährungsprojekt für Mütter und Kinder im Hajja Governorate und wird dieses bis Ende des Jahres in ausgewählten Gebieten durchführen. Über die neun Projektmonate betrug das Volumen fast 300.000 Euro. Zusammen mit dem Welternährungsprogramm (WFP) werden über 45.000 Menschen durch die Verteilung Nahrungsergänzungsmitteln unterstützt; diese sind fetthaltig und basieren auf Erdnüssen. Die Zusammenarbeit zwischen WFP und Vision Hope wurde im Jahr 2012 gegründet; seitdem wurden tausende Menschen erreicht. Auch  für 2017 besteht bereits eine Kollaboration, um die Situation im Jemen zu verbessern.

 


Nahrungsmittelsicherheit


Humanitäre Nothilfe

Aufgrund der anhaltenden Krise im Jemen hat das WFP zu einem humanitären  Nothilfeprogramm für jemenitische Familien aufgerufen. Seit einiger Zeit ist Vision Hope als Projektpartner im Kampf gegen Mangelernährung im Hajja Governorate aktiv. Das Projekt zur Nahrungsmittelsicherheit komplementiert unser Gesundheits- und Ernährungsprojekt. Es ist unser Ziel und unsere Verpflichtung den schutzbedürftigsten Menschen in den Zielbezirken des WFPs lebensrettende Nahrungsmittelvorräte zu überbringen. Zusammen mit der örtlichen Gemeinde wurde die Lebensmittelverteilung geplant, Empfänger identifiziert und die Verteilung durchgeführt. Im Jahr 2016, zwischen Januar und März, beteiligten wir uns an der Verbesserung der Nahrungsmittelsicherheit im Jemen, mit einem Projektvolumen von über 220.000 Euro. Die Weiterführung des Projektes ist geplant: der Bedarf ist groß.