Der Jemen durchlebt derzeit eine schwere und langanhaltende humanitäre Krise. Als ärmstes Land der Arabischen Halbinsel und eingestuft als am wenigsten entwickeltes Land (LDC) hat sich die Lage im Jemen durch den andauernden Krieg weiter verschärft. Der Konflikt hat Entwicklungsbemühungen behindert und zahlreiche Wirtschaftssektoren in Mitleidenschaft gezogen. Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen wurden durch gezielte Angriffe oder mangelnde Instandhaltung zerstört. 80 % der Bevölkerung sind auf unzureichende Wasserquellen angewiesen, was die Verfügbarkeit einschränkt und viel Zeit für das Wasserholen erfordert.
Über die Schäden an der Infrastruktur hinaus hat der Konflikt das soziale Gefüge des Jemen tief erschüttert, wodurch die Stärkung lokaler Strukturen und der gesellschaftliche Wiederaufbau zu dringenden Prioritäten geworden sind.
Einrichtung lokaler Ausschüsse zur Überwachung der Projektdurchführung, zur Förderung der Zusammenarbeit und zur Verwaltung von Aktivitäten nach Projektabschluss
Ausbildung von Mediatorinnen und Mediatoren in den Gemeinden, um lokale Konflikte friedlich und selbständig zu lösen
Förderung des sozialen Zusammenhalts und der Friedensförderung durch kulturelle Initiativen, darunter Kunstausstellungen und kreative Workshops
Umsetzung von Cash-for-Work- und Cash-for-Training-Programmen, um Einkommen zu schaffen und die Resilienz zu stärken.
Ausbildung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in nachhaltigen landwirtschaftlichen Methoden, um die Produktivität zu steigern und langfristig Einkommen zu sichern.
Zuvor war Bandar Al-Dhamari im Qat-Handel tätig und konnte die Grundbedürfnisse seiner Familie kaum decken. Doch das Projekt im Dorf Al Qarn veränderte sein Leben. Als Teilnehmer der Cash-for-Work-Maßnahme half Bandar beim Bau und der Instandsetzung eines Fußwegs. Da er zunächst über keine Baukenntnisse verfügte, erhielt er eine Ausbildung und finanzielle Unterstützung. Mit jedem Projektzyklus verbesserte sich sein Leben. Er konnte sich Lebensmittel leisten, Schulden abbauen und wertvolle Fähigkeiten erwerben. Bandar sieht nun potenzielle Arbeitsmöglichkeiten in benachbarten Dörfern. Er sagte: „Vor dem Food-for-Assets-Projekt von VHI war das Leben hart. Jetzt habe ich Fähigkeiten und Hoffnung für die Zukunft.“
In unseren Wirkungsberichten erfahren Sie mehr über die laufenden Hilfsprojekte zur Stärkung der Zivilgesellschaft im Jemen.